D-Arch Lectures
Bauen Sammeln Zeigen

Christ & Gantenbein

16.10.2007

Bauen Sammeln Zeigen

Prof. Dr.-Ing. Winfried Nerdinger

20.11.2007

Bauen Sammeln Zeigen

Prof. Max Dudler

04.12.2007

Bau der Gesellschaft

Luigi Snozzi

11.03.2008

Bau der Gesellschaft

Rural Studio

15.04.2008

Bau der Gesellschaft

Prof. Dr. Richard Sennett

13.05.2008

Sakralität und Aura
in der Architektur

Prof. Mario Botta

14.10.2008

Sakralität und Aura
in der Architektur

Prof. Dr. h.c. Gottfried Böhm

04.11.2008

Sakralität und Aura
in der Architektur

Prof. Dr. Rafael Moneo

02.12.2008

Das Haus

Prof. Tony Fretton

10.03.2009

Das Haus

Prof. Jacques Herzog

28.04.2009

Das Haus

Prof. Peter Zumthor

12.05.2009

Bauten/bauen
Architekturlabor Schweiz

Roger Diener

13.10.2009

Bauten/bauen
Architekturlabor Schweiz

Buchner Bründler

27.10.2009

Bauten/bauen
Architekturlabor Schweiz

Philippe Rahm

10.11.2009

Bauten/bauen
Architekturlabor Schweiz

Made in Sàrl

24.11.2009

Bauten/bauen
Architekturlabor Schweiz

Gigon/Guyer

01.12.2009

Bauten/bauen
Architekturlabor Schweiz

EM2N

08.12.2009

Bauten/bauen II
Architekturlabor Schweiz

Peter Märkli

09.03.2010

Bauten/bauen II
Architekturlabor Schweiz

e2a

16.03.2010

Bauten/bauen II
Architekturlabor Schweiz

Michele Arnaboldi

30.03.2010

Bauten/bauen II
Architekturlabor Schweiz

Miller & Maranta

27.04.2010

Bauten/bauen II
Architekturlabor Schweiz

HHF

11.05.2010

Bauten/bauen II
Architekturlabor Schweiz

Prof. Gion A. Caminada

27.05.2010

Bauten/bauen III
Architekturlabor Schweiz

:mlzd

19.10.2010

Bauten/bauen III
Architekturlabor Schweiz

buzzi e buzzi

02.11.2010

Bauten/bauen III
Architekturlabor Schweiz

Laurent Stalder

09.11.2010

Bauten/bauen III
Architekturlabor Schweiz

Marcel Meili, Markus Peter

16.11.2010

Bauten/bauen III
Architekturlabor Schweiz

Fuhrimann Hächler

23.11.2010

Bauten/bauen III
Architekturlabor Schweiz

pool

07.12.2010

Bauten/bauen IV
Architekturlabor Schweiz

Christian Kerez

01.03.2011

Bauten/bauen IV
Architekturlabor Schweiz

burkhalter sumi

15.03.2011

Bauten/bauen IV
Architekturlabor Schweiz

Bearth & Deplazes Architekten

05.04.2011

Bauten/bauen IV
Architekturlabor Schweiz

guidotti architetti

19.04.2011

Bauten/bauen IV
Architekturlabor Schweiz

Gramazio & Kohler

10.05.2011

Bauten/bauen IV
Architekturlabor Schweiz

Arno Schlüter

19.05.2011

Tendencies

Philip Ursprung

22.09.2011

Tendencies

Tom Emerson

07.10.2011

Tendencies

Eelco Hooftman

11.10.2011

Tendencies

Jean-Philippe Vassal

01.11.2011

Tendencies

Emanuel Christ, Christoph Gantenbein

30.11.2011

Tendencies

Alfredo J. Brillembourg, Hubert Klumpner

05.12.2011

Tendencies

Greg Lynn

06.12.2011

Tendencies

Richard Horden

14.03.2012

Tendencies

Adam Caruso

29.03.2012

Tendencies

Fumihiko Maki

15.05.2012

Tendencies

Mohsen Mostafavi

11.10.2012

Tendencies

Gisel, Snozzi, Diener, Herzog

17.10.2012

Tendencies

Patrick Gmür

07.11.2012

Tendencies

Riken Yamamoto

27.11.2012

Tendencies

Peter Greenaway

05.03.2013

Tendencies

Atelier Bow-Wow

14.05.2013

on Architecture

Kengo Kuma

24.09.2013

on Architecture

Doreen Liu

08.10.2013

on Architecture

Neil Brenner

14.11.2013

on Architecture

Heinrich Wolff

26.11.2013

on Architecture II

Grafton Architects

04.03.2014

on Architecture II

Dirk Hebel

25.03.2014

on Architecture II

Philippe Block

01.04.2014

on Architecture II

Maria Kaltsa

08.04.2014

on Architecture II

Milica Topalovic

15.04.2014

on Architecture II

Benedetta Tagliabue

29.04.2014

on Architecture II

Alex Lehnerer

06.05.2014

on Architecture III

Manabu Chiba

30.09.2014

on Architecture III

Giancarlo Mazzanti

14.10.2014

on Architecture III

Belinda Tato

18.11.2014

on Architecture IV

Guy Nordenson

03.03.2015

on Architecture IV

Anthony Vidler

10.03.2015

on Architecture IV

Armand Grüntuch und Almut Grüntuch-Ernst

24.03.2015

on Architecture IV

Amale Andraos

14.04.2015

Meister der architektonischen Erzählung

Alexander Brodsky

13.10.2015

Meister der architektonischen Erzählung

Astrid Staufer

27.10.2015

Meister der architektonischen Erzählung

Marie-José Van Hee

10.11.2015

Meister der architektonischen Erzählung

Hermann Czech

24.11.2015

Sind wir noch modern?

José María Sánchez García

19.04.2016

Sind wir noch modern?

Jean-Pierre Dürig

03.05.2016

Be constructive!

Mahendra Raj

04.10.2016

Be constructive!

Marianne Burkhalter

18.10.2016

Be constructive!

Diébédo Francis Kéré

08.11.2016

Be constructive!

Solano Benítez

22.11.2016

D-Arch Lectures
 
on Architecture IV

Armand Grüntuch und Almut Grüntuch-Ernst

24.03.2015

Video

Zur Person

Armand Grüntuch und Almut Grüntuch-Ernst führen seit 1991 gemeinsam ein Büro in Berlin. Armand Grüntuch studierte an der RWTH Aachen und der IUAV Venedig, Almut Grüntuch-Ernst an der Universität Stuttgart und der AA in London. Beide haben an der HdK Berlin gelehrt, seit 2011 ist Almut Grüntuch-Ernst Professorin an der TU Braunschweig. Das Werk von Grüntuch Ernst umfasst Wohn- und Bürogebäude, Verkehrsbauten, Hotels und Bildungseinrichtungen, aber auch Sonderaufgaben wie die Konzeption und Gestaltung des deutschen Beitrags auf der Architekturbiennale 2006 in Venedig. Für ihre Bauten, u. a. in Berlin, Hamburg, Leipzig und zuletzt in Chemnitz und Madrid, haben sie zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten.

Rezension

Raum, Kontinuum und Bewegung

Seit fast 25 Jahren arbeiten das Architekten-Ehepaar Armand Grüntuch und Almut Grüntuch-Ernst in ihrem gemeinsamen Büro in Berlin. Am 24. März 2015 hielten sie zusammen ein Referat in der Vortragsreihe on Architecture des Departements Architektur der ETH Zürich. Selten radikal in den Mitteln, dafür stets fokussiert auf die Übergänge und das Weiche in der Architektur präsentierten Grüntuch und Ernst eine Schau quer von ersten Installationen bis zu aktuell sich noch in Bau befindenden Projekten wie der deutschen Schule in Madrid. Es zeigte sich, wie stark das Büro Grüntuch Ernst in der Stadt Berlin verwurzelt ist, aber auch wie sich über die Jahre ihr Schaffen und Werk einen grösseren Massstab fand. Nicht nur wuchs die Anzahl Mitarbeiter von einem einzigen Praktikanten zu über vierzig Angestellten, sondern das Büro ist mittlerweile auch im Ausland und an sehr grossen Projekten beteiligt. Ihre ersten Arbeiten, die sich meistens näher an der Kunst als an der Architektur bewegen, drehen sich oft um die emotionale Verbindung zur Umwelt. Beispielhaft zeigt dies eine Installation in einem Hinterhof im Rahmen der Berlin Biennale von 1998: In einem Austellungsraum wird eine Aussenmauer durchbohrt und über ein Rohr und ein Spiegel eine visuelle Verbindung zum Fernsehturm am Alexanderplatz hergestellt. Die Atmosphäre des Raumes wird dadurch in einen grösseren Kontext gestellt und die Besucher konnten einen bekannten architektonischen Fixpunkt der Stadt aus einem neuem Winkel wahrnehmen. Diesen Themen blieben Grüntuch Ernst auch mit ihrem Beitrag zur 10. Architekturbiennale in Vernedig von 2006 treu. Der schwerfällige deutsche Pavillon in den Giardini wurde durch eine Dachterrasse inklusive Zugangstreppe erweitert. Das Flachdach wurde zugänglich gemacht und eine neue Perspektive wurde für die Besucher erfahrbar. Die Architekten zeigen damit eindrücklich, dass Architektur nicht nur die physische Veränderung der Umwelt bedeutet, sondern immer auch das Potenzial hat, die Wahrnehmung der Umgebung zu erweitern und zu beeinflussen. Diesem Ansatz bleiben sie treu und es erstaunt deshalb nicht, dass Grüntuch Ernst oft an Umbau- und Erweiterungsprojekten arbeiten. Der Umbau des Bahnhofs in Chemnitz aus dem Jahr 2014 verdeutlicht dies gut. Die grosse Anlage wirkte zuvor verschlossen und unfreundlich. Durch das Öffnen der Eingangsfront zu einer Art Stadt-Baldachin und der Entwicklung einer neuen Fassade mit Leuchtdioden wird die Dynamik des Ortes sichtbar gemacht und es entsteht eine Art Kommunikation zwischen dem Bahnhof und den Reisenden. Die Architektur von Grüntuch Ernst behandelt Raum als Kontinuum, das durch Bewegung erfahrbar gemacht werden kann. Oft wird mit einer fast schon spielerischen Leichtigkeit der bestehende Ort atmosphärisch erweitert und verstärkt – ohne jemals den Bestand zu ignorieren oder gar zu zerstören.
Autor: Hans Flühmann